Am
vergangenen Samstag begeisterten der Popchor Frankfurt
und die
A-Cappella-Gruppe Maybebop
rund 500 Zuschauer im ausverkauften Saalbau
Bornheim mit A-Cappella-Pop vom Feinsten. Das Gemeinschaftskonzert wurde eröffnet
vom Popchor Frankfurt mit
seiner jüngsten Gruppe "Mainstimmig",
die dem Publikum bekannte
deutschsprachige Hits in 4-stimmigen Arrangements
präsentierte.
Mit Grönemeyers Mambo in einer fröhlichen Version des
kreativen Maybebop-Sängers Oliver Gies ging es los. Es folgten
Stücke, die das Publikum zum Mitklatschen animierten, oder zum
Träumen bewegten, wie die anspruchsvolle Interpretation des
Ich
& Ich Hits "So soll es bleiben", ebenfalls arrangiert von
Oliver
Gies.
Im
zweiten Teil des Konzertes brachte die zweite Popchor-Gruppe, die
"Main Voices United",
das Publikum das erste Mal so richtig zum Toben
mit einer abwechslungsreichen Auswahl an internationalen Hits wie
"Under the bridge" (Red Hot Chilly Peppers), "Englishman in New York"
(Sting), "And so it goes" (Billy Joel) oder "Junge" (Die
Ärzte).
Zum krönenden Abschluß des Auftritts der Main Voices
übergab Chorleiter Thomas Schnabel die musikalische Leitung an
Oliver Gies, der mit dem Chor seine musikalisch herausragende Version
von "Engel" (Rammstein) präsentierte und im Publikum
Begeisterungsstürme auslöste.
Nach der
Pause gab es im Saal kein Halten mehr, als die vier Jungs von Maybebop Ihre
Auftrittspremiere in Frankfurt zelebrierten. Die vielfach
ausgezeichnete Gruppe wusste von Beginn an das Publikum mit ihrer
Dynamik, der perfekten Intonation und einer spritzigen Choreographie zu
begeistern.
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Mal
heiter, mal melancholisch, brannten Maybebop ein musikalisches
Feuerwerk ab. Auch dem musikalisch versierten Zuschauer wurde erst bei
genauem Hinsehen klar, dass auf der Bühne kein Schlagzeug
vorhanden war. Die perfekte Imitation des Schlagzeugs durch
Maybebop-Sänger Lukas Teske löste bei so manchem
Zuschauer
ungläubiges Staunen aus. Die ganze Bandbreite der durch die
Band
vertretenen Tonhöhen demonstrierte Maybebop während
eines
inszenierten Duells zwischen (wirklich!) tiefem Bass (Sebastian
Schröder) und (richtig!) hohem, sopranistisch anmutenden
Countertenor (Jan Bürger) bei der Interpretation des 80er
Jahre
Klassikers "Call me Al".
Die Gänsehaut kam schließlich auch beim letzten
Skeptiker
auf, als Maybebop als Zugabe den Queen-Klassiker "Bohemian Rhapsody" in
einer unnachahmlichen Perfektion auf die Bühne brachte, wie
immer
alle Instrumente mit dem Mund imitierend. Beim letzten Stück,
einer vierstimmigen Version des Schlafliedes "Der Mond ist
aufgegangen", verließen Maybebop den Saal scheinbar schwebend
durch das Publikum, das andächtig lauschte und auch noch den
letzten Ton begierig aufsaugte.
Von diesen vier Jungs, die musikalisch bereits auf einer Stufe mit
Branchengrößen wie den Wise Guys oder der Real Group
gehandelt werden, wird man sicherlich noch viel, und hoffentlich auch
bald wieder in Frankfurt, hören!
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